Terrassenüberdachung Größe – Maße, Breite, Tiefe & Höhe

3×3, 4×4, 6×4 oder 8×4 m? Alle gängigen Terrassenüberdachung-Maße mit Richtpreis, der NRW-30-m²-Grenze und einem Blick darauf, welche Größe zu Altbau, Reihenhaus oder Neubau passt.

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Terrassenüberdachung Größe ✓ Terrassenüberdachung Größen – Maße, Breite, Tiefe & Höhe im Überblick für Gütersloh

Redaktion Terrassenüberdachung Gütersloh · Inhaltlich geprüft · Zuletzt aktualisiert: 09.08.2026

Übliche Terrassenüberdachung-Größen liegen zwischen 3×3 m (9 m²) als kompakter Sitzecke und 8×4 m (32 m²) als große Wohnraumerweiterung, mit Zwischenschritten wie 4×3, 5×4 und 6×4 m. Für die NRW-Verfahrensfreiheit zählen zwei Werte gleichzeitig: höchstens 30 m² Fläche und höchstens 4,50 m Bautiefe. In Gütersloh – Kreisstadt des Kreises Gütersloh mit rund 99.854 Einwohnern – entscheidet zusätzlich der Bebauungstyp mit über die realistische Größe: Schmale Terrassen in der dichten Innenstadt lassen weniger Spielraum als die großzügigeren Grundstücke in den eingemeindeten Stadtteilen wie Avenwedde oder Isselhorst. Da wir grundsätzlich nach Aufmaß fertigen, passt jede Konstruktion am Ende exakt auf Ihre Terrasse, unabhängig vom Katalogmaß.

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Welche Größe soll Ihre neue Terrassenüberdachung in Gütersloh bekommen? Eine pauschale Antwort gibt es dafür nicht – die passende Größe ergibt sich aus der geplanten Nutzung, der vorhandenen Fläche an Ihrem Haus und der NRW-Bauordnung. Dieser Ratgeber stellt gängige Maße von 3×3 bis 8×4 m mit Richtpreis vor, erklärt Sondermaße und Über-Eck-Lösungen und geht auf eine Besonderheit ein, die in Gütersloh für die Größenwahl oft ebenso entscheidend ist wie die reine Wunschgröße: den Gegensatz zwischen der dicht bebauten Innenstadt und den seit 1970 eingemeindeten, großzügiger geschnittenen Stadtteilen.

Terrassenüberdachung in Standardgröße als Anbau am Einfamilienhaus in Gütersloh
Welches Maß zu Ihrer Terrasse passt, hängt von Nutzung, Hausfassade und Grundstückszuschnitt ab.

Welche Größe passt zu welcher Nutzung?

Eine bauaufsichtliche Mindest- oder Höchstgröße für die „richtige" Terrassenüberdachung gibt es nicht – ausschlaggebend ist, wofür Sie die Fläche unter dem Dach nutzen wollen. In der Praxis helfen drei grobe Nutzungsstufen bei der Orientierung:

  • Kompakte Sitzecke: ab ca. 9–12 m² (z. B. 3×3 m oder 4×3 m) – Platz für zwei bis vier Sessel oder ein kleines Loungemöbel, viel Bewegungsfläche bleibt dabei nicht.
  • Essplatz für vier bis sechs Personen: ab ca. 15–20 m² (z. B. 5×3 m oder 5×4 m) – Tisch, Stühle und ausreichend Laufweg passen bequem, oft bleibt sogar noch Raum für einen Sonnenschirm-Ausleger.
  • Kombinierte Lounge- und Essfläche: ab ca. 24 m² (z. B. 6×4 m oder größer) – Sitz- und Essbereich lassen sich nebeneinander unterbringen, teils bleibt Platz für eine Outdoor-Küche oder eine zweite Sitzgruppe übrig.

Diese Werte sind Erfahrungswerte, keine feste Vorschrift. Neben der reinen Nutzfläche lohnt sich ein Blick auf Laufwege, Möbeltiefe und die Anschlusssituation an Ihre Hauswand – gerade bei kompakteren Größen bringt eine Möblierung entlang der Fassade meist deutlich mehr nutzbaren Raum als frei platzierte Möbel.

Faustregel: Sitzecke ab ca. 9–12 m², Essplatz ab ca. 15–20 m², kombinierte Lounge- und Essfläche ab ca. 24 m² – jede dieser Größen können Sie im Konfigurator direkt als Ausgangspunkt für Ihren individuellen Richtpreis wählen.

Maßtabelle: Richtpreise nach Terrassenüberdachung-Größe

Die folgende Tabelle zeigt Richtpreise für die gängigsten Terrassenüberdachung-Maße von 3×3 bis 8×4 Metern – jeweils als Alu-Konstruktion mit Stegplatten (Einstieg) und mit VSG-Glasdach (mehr Licht, höherer Preis). Alle Werte errechnen sich aus unserem recherchierten €/m²-Satz und sind als Richtwert zu verstehen.

Größe (B×T) Fläche Alu + Stegplatten Alu + Glasdach
3×3 m 9 m² 3.150 € – 5.850 € 6.300 € – 13.500 €
4×3 m 12 m² 4.200 € – 7.800 € 8.400 € – 18.000 €
3×4 m 12 m² 4.200 € – 7.800 € 8.400 € – 18.000 €
5×3 m 15 m² 5.250 € – 9.750 € 10.500 € – 22.500 €
6×3 m 18 m² 6.300 € – 11.700 € 12.600 € – 27.000 €
4×4 m 16 m² 5.600 € – 10.400 € 11.200 € – 24.000 €
5×4 m 20 m² 7.000 € – 13.000 € 14.000 € – 30.000 €
4×5 m 20 m² 7.000 € – 13.000 € 14.000 € – 30.000 €
6×4 m (meistgesucht) 24 m² 8.400 € – 15.600 € 16.800 € – 36.000 €
4×6 m 24 m² 8.400 € – 15.600 € 16.800 € – 36.000 €
7×4 m 28 m² 9.800 € – 18.200 € 19.600 € – 42.000 €
8×4 m (über 30 m² – Bauantrag nötig) 32 m² 11.200 € – 20.800 € 22.400 € – 48.000 €

Richtwert nach €/m²-Satz (Alu + Stegplatten 350–650 €/m², Alu + Glasdach 700–1.500 €/m²), Quelle: aroundhome.de , Stand 07.08.2026. Ihren individuellen Richtpreis mit Wunschmaterial berechnen Sie in 2 Minuten im Terrassenüberdachung-Konfigurator.

Grundstück & Bebauung in Gütersloh: welche Größe realistisch passt

Bevor Sie sich auf ein Maß festlegen, lohnt sich ein nüchterner Blick auf Ihr Grundstück – denn in Gütersloh bestimmt der Bebauungstyp häufig stärker über die realistische Größe als der reine Wunsch. Güterslohs Stadtbild ist geprägt vom Kontrast zwischen der dichten Innenstadt rund um den historischen Kern und die Firmenzentralen von Miele (seit 1907 in Gütersloh ansässig) und Bertelsmann, und den seit der kommunalen Neugliederung 1970 eingemeindeten Stadtteilen wie Avenwedde, Isselhorst oder Spexard mit ihrem dörflicheren Charakter. In der dicht bebauten Innenstadt dominieren schmale Grundstücke mit wenig Gartenfläche, während in den Stadtteilen großzügigere Einfamilienhausgrundstücke überwiegen. Für Wandanschluss und Grenzabstand prüfen wir beide Bebauungstypen unterschiedlich sorgfältig.

Rund um die dichte Innenstadt, nahe Rathaus und Berliner Straße, stehen eng geschnittene Reihen- und Doppelhäuser. Die Terrassen an diesen Grundstücken sind meist so breit wie die Hausfront, oft nur 4 bis 5 m, und der Garten dahinter ist eher lang und schmal als quadratisch. Hier sind Größen wie 3×3 m oder 4×3 m der realistische Standard; eine 4×4-m-Überdachung markiert häufig schon die Obergrenze, wenn hinter dem Dach noch etwas Gartenfläche übrig bleiben soll.

Anders sieht es in den seit 1970 eingemeindeten Stadtteilen wie Avenwedde, Isselhorst oder Spexard aus, wo großzügigere Einfamilienhausgebiete mit breiteren Grundstücken und tieferen Gärten überwiegen. Hier lassen sich Größen ab 5×4 m deutlich häufiger unterbringen, und auch eine freistehende Konstruktion abseits der Hauswand – etwa mit 6×4 m oder mehr – ist auf diesen Grundstücken meist ohne Platzprobleme realisierbar. Auch in den dörflicheren Ortsteilen Hollen und Niehorst gibt es vergleichbaren Spielraum, während die dichtere Innenstadt eher wieder in Richtung der kompakteren Maße tendiert.

Gütersloh ist topografisch flaches Westfälisches Tiefland: Zwischen dem tiefsten Punkt in den Ems-Niederungen nahe dem Flughafen (64 m ü. NN) und dem höchsten Punkt im Stadtteil Friedrichsdorf (105 m ü. NN) liegen nur rund 41 Höhenmeter. Die Dalke durchfließt das Stadtgebiet von Ost nach West. Wegen der höheren Schneelastzone 2 UND Windzone 2 prüfen wir Statik und Entwässerung bei jedem Aufmaß besonders sorgfältig, auch wenn das Gelände selbst kaum Gefälle aufweist.

Praxis-Tipp: Messen Sie zuerst Ihre tatsächliche Hausbreite und Gartentiefe, bevor Sie sich für ein Maß entscheiden – gerade an schmalen Terrassen in der Innenstadt ist die verfügbare Breite oft der limitierende Faktor, nicht die 30-m²-Grenze.

Tiefe, Breite & die 30-m²-Grenze

Für die Verfahrensfreiheit einer Terrassenüberdachung in NRW zählen zwei Maße gleichzeitig: die Fläche und die Bautiefe – der Abstand von der Hauswand bis zur Vorderkante des Dachs. Terrassenüberdachungen sind in Nordrhein-Westfalen verfahrensfrei, wenn sie höchstens 30 m² Fläche und höchstens 4,50 m Tiefe haben – die großzügigste Tiefen-Regel aller Bundesländer. Verfahrensfrei heißt aber nicht regelfrei: Abstandsflächen (in der Regel 3 m zur Nachbargrenze), Bebauungsplan-Festsetzungen und örtliche Satzungen gelten trotzdem.

In der Praxis bedeutet das: Eine breite, aber flache Überdachung bleibt eher verfahrensfrei als eine schmale, dafür sehr tiefe Konstruktion. Bei 8×4 m (32 m²) überschreitet bereits die Fläche allein die Grenze – bei einer schmaleren Konstruktion mit mehr als 4,50 m Tiefe wäre stattdessen die Tiefe der erste Genehmigungs-Auslöser, unabhängig von der Gesamtfläche. Beide Werte sollten Sie deshalb schon bei der Maßauswahl gemeinsam im Blick behalten, nicht nur die Quadratmeterzahl.

Achtung 30-m²-Grenze: Alle Standardmaße bis 7×4 m (28 m²) bleiben unter der NRW-Verfahrensfreiheitsgrenze – erst 8×4 m (32 m²) liegt darüber und benötigt einen Bauantrag. Details zur Rechtsgrundlage § 62 Abs. 1 BauO NRW 2018 finden Sie in unserem Baugenehmigungs-Ratgeber.

Höhe, Gefälle & Regenablauf

Bei der Höhe gibt es keine feste Norm – üblich ist eine Wandanschlusshöhe von etwa 2,20 bis 2,50 m, orientiert an der Terrassentür. Systemgeber verlangen bei Stegplatten in der Regel mindestens 5° Dachneigung, damit Regen abläuft und Kondensat abtrocknen kann; bei Glasdächern sind 5–15° üblich. Zu flache Dächer führen zu stehendem Wasser und Schmutzrändern. Das Dach entwässert über ein Gefälle von mindestens 5° in eine integrierte Rinne; das Fallrohr läuft je nach System sichtbar oder im Pfosten integriert. Der Anschluss an die Grundstücksentwässerung oder eine Versickerung wird bei der Planung festgelegt.

Für die Größenplanung heißt das konkret: Je tiefer die Konstruktion, desto stärker macht sich das Gefälle an der Vorderkante bemerkbar. Bei 6×4 m oder 8×4 m fällt der Höhenunterschied zwischen Wandanschluss und Traufkante entsprechend deutlicher aus als bei einer kompakten 3×3-m-Überdachung – wichtig etwa, wenn unter dem Dach später eine Tür oder ein Durchgang mit Mindesthöhe geplant ist. Bei größeren Dachflächen steigt zudem die abzuführende Regenmenge je Rinnenmeter, weshalb wir Rinnenquerschnitt und Fallrohr-Anzahl bei größeren Maßen gezielt nachrechnen, statt ein Standardprofil zu übernehmen.

Profile, Sparrenabstand & Glasdicke: was bei größeren Flächen technisch dahintersteckt

Warum größere Breiten stabilere Profile brauchen

Mit zunehmender Breite wächst die freie Spannweite zwischen den tragenden Pfosten – und damit die Durchbiegung, die ein Profil unter Last aufnehmen muss. Bis etwa 4 m Breite reichen häufig Standardprofile aus, ab etwa 5 bis 6 m wird meist ein verstärktes Hauptprofil oder ein zusätzlicher Mittelpfosten nötig, um die Durchbiegung innerhalb der zulässigen Grenzwerte zu halten. Bei größeren freistehenden Konstruktionen, wie sie auf den geräumigeren Grundstücken in Avenwedde oder Isselhorst oft realisiert werden, prüfen wir zusätzlich, ob eine Zwischenabstützung sinnvoll ist.

Warum bei uns vor allem die Fläche über die Auslegung entscheidet

Die Konstruktion wird nach der örtlichen Schneelastzone (DIN EN 1991-1-3) dimensioniert – Gütersloh liegt in Zone 2 mit bis zu 0,85 kN/m², höher als die niedrigste Kategorie. Sparrenabstand, Profilstärke und Glasdicke legen wir entsprechend kräftiger aus. Windzone 2 (DIN EN 1991-1-4) – Gütersloh liegt höher als die niedrigste Kategorie, entsprechend robuster fällt die Verankerung von Wandanschluss und Pfostenfüßen aus. Anders als in vielen Portfolio-Städten gilt in Gütersloh diese doppelte Belastung – höhere Schneelastzone 2 UND höhere Windzone 2 – gleichzeitig und amtlich für das gesamte Stadtgebiet, obwohl das Gelände selbst kaum Gefälle aufweist. Trotzdem berechnen wir Sparrenabstand, Profilstärke und bei Glasdächern die Scheibendicke (8 oder 10 mm VSG) grundsätzlich nach der tatsächlichen Dachfläche: Bei kleineren Größen reichen meist Standardwerte, bei größeren Flächen ab etwa 20 m² steigt die Gesamtlast spürbar, wodurch häufiger ein engerer Sparrenabstand oder eine dickere Stegplatte (25 statt 16 mm) sinnvoll wird. Den passenden Wert für Ihr Maß legen wir immer erst nach dem Aufmaß vor Ort verbindlich fest.

Sondermaße & Maßanfertigung

Die Standardmaße in der Tabelle oben sind Orientierungswerte, kein Katalog, aus dem Sie zwingend wählen müssen. Bei uns wird grundsätzlich jede Terrassenüberdachung nach Aufmaß gefertigt – egal ob Ihre Terrasse in der Innenstadt 3,40 m breit ist oder Ihr Neubau-Garten in Avenwedde eine 5,80-m-Fassade hat. Eine Zwangs-Rundung auf das nächste Standardmaß, wie sie bei Baumarkt-Bausätzen üblich ist, gibt es bei uns nicht.

Das zahlt sich besonders dann aus, wenn Ihre Terrasse ein „krummes" Maß hat oder wenn Fenster, Kellerabgänge oder ein vorhandener Dachüberstand die nutzbare Breite auf Zentimeter genau vorgeben – ein Szenario, das an vielen älteren Häusern mit historisch gewachsenem Grundriss eher die Regel als die Ausnahme ist. Auch bei ungewöhnlichen Zuschnitten planen wir die Konstruktion exakt auf Ihr Aufmaß, statt Kompromisse bei Statik oder Optik einzugehen. Der Preis richtet sich dabei weiterhin nach demselben €/m²-Satz wie bei den Standardgrößen, ein pauschaler „Sondermaß-Aufschlag" entfällt.

Detailansicht eines Randprofils einer Terrassenüberdachung nach Maß in Gütersloh
Nach Aufmaß gefertigt statt aus dem Katalog gerundet: Profile und Anschlüsse passen exakt auf Ihre Maße.

Terrassenüberdachung über Eck / L-Form

Eine Terrassenüberdachung über Eck – auch L-Form genannt – überdacht nicht nur eine gerade Gebäudeseite, sondern zwei winklig zueinander stehende Seiten in einem Zug. Statt zweier getrennter Dachflächen entsteht eine durchgehende Konstruktion, die um die Hausecke herumführt.

Sinnvoll ist diese Lösung vor allem bei Eckgrundstücken, bei winklig gebauten Häusern oder wenn ein Erker- oder Anbau-Vorsprung die Fassade unterbricht – beides kommt sowohl in neueren Baugebieten in Friedrichsdorf und Niehorst als auch bei manchen erweiterten Siedlungshäusern in den Stadtteilen vor. Statisch ist eine Über-Eck-Lösung anspruchsvoller als eine gerade Fläche, weil im Eckbereich zusätzliche Lastpunkte und ein sauberer Kehl-Anschluss der beiden Dachflächen geplant werden müssen. Anders als die meisten Portfolio-Städte liegt Gütersloh amtlich in der höheren Windzone 2, nicht in der niedrigsten Zone 1 – zusammen mit Verl, Rietberg, Harsewinkel, Rheda-Wiedenbrück, Versmold und Langenberg im gesamten Kreis Gütersloh. Wir dimensionieren Profile, Verankerung und Pfostenfüße jeder Konstruktion entsprechend robuster aus. Da Gütersloh zudem in der erhöhten Schneelastzone 2 liegt, kalkulieren wir den statischen Mehraufwand einer Über-Eck-Konstruktion von Anfang an ein – wir rechnen jede Lösung individuell nach, statt eine Standardvariante zu übernehmen.

Terrassenüberdachung am Altbau & Reihenhaus

An vielen Reihenhäusern und älteren Wohnhäusern in Gütersloh, wie sie in der Innenstadt bis heute prägend sind, ist nicht die 30-m²-Fläche der limitierende Faktor, sondern die schmale Grundstücksbreite und der Grenzabstand von in der Regel 3 m zur Nachbargrenze. Bei einer typischen Reihenhaus-Terrasse mit 4 bis 5 m Gesamtbreite bleibt nach Abzug der Abstandsflächen oft nur ein deutlich schmalerer Korridor übrig, als es die reine Flächen-Grenze vermuten lässt.

In der Praxis heißt das: Viele Überdachungen an Altbau- und Reihenhäusern bleiben bei Breiten um 3 bis 4 m, während die Tiefe – sofern der oft längliche Garten es zulässt – bis zur 4,50-m-Grenze ausgereizt werden kann. Bei doppelseitig angebauten Häusern kommt hinzu, dass eine Zustimmung des direkten Nachbarn sinnvoll ist, wenn die Konstruktion nah an die gemeinsame Grenze heranreicht. Ob und wie viel Grenzabstand im Einzelfall gilt, erklären wir ausführlich in unserem Baugenehmigungs-Ratgeber – bei der Aufmaß-Beratung vor Ort prüfen wir die konkreten Abstandsflächen ohnehin immer mit.

Dachformen kurz eingeordnet

Für die meisten Standardgrößen ist ein Flachdach bzw. Pultdach mit dem beschriebenen Mindestgefälle von 5° der Standard – schlank in der Optik und unkompliziert bei der Entwässerung. Satteldach-Lösungen sind seltener gefragt und meist eine gestalterische Sonderlösung, etwa um sich optisch an ein bestehendes Satteldach-Haus anzupassen. Eine ausführliche Gegenüberstellung aller Dachformen mit Vor- und Nachteilen je Größe veröffentlichen wir in Kürze in einem eigenen Ratgeber-Artikel.

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Ob Standardmaß oder Sondergröße: Maße eingeben und sofort Ihren Richtpreis sehen.

Fazit: die passende Größe für Ihre Terrassenüberdachung finden

Welche Größe zu Ihrer Terrassenüberdachung passt, entscheiden am Ende drei Dinge: die geplante Nutzung, der verfügbare Platz an Ihrem Haus und die NRW-30-m²/4,50-m-Grenze. In Gütersloh kommt als vierter Punkt der Bebauungstyp hinzu: An einer schmalen Innenstadt-Terrasse sind kompakte Maße wie 3×3 oder 4×3 m oft die realistischere Wahl, während ein Grundstück in Avenwedde, Isselhorst oder Spexard deutlich mehr Spielraum bis hin zu einer großzügigen 6×4- oder 8×4-m-Konstruktion bietet. Wer diese vier Stellschrauben von Anfang an mitdenkt, statt sie erst nach dem Aufmaß zu berücksichtigen, plant seine Terrassenüberdachung von vornherein realistisch – ganz gleich, ob am Ende ein kompaktes 3×3-m-Maß oder eine große 8×4-m-Konstruktion entsteht.

Häufige Fragen zu Terrassenüberdachung-Größen

Welche Terrassenüberdachung-Größe ist in Gütersloh typisch?

Das hängt stark vom Baugebiet ab: In der dichten Innenstadt rund um Rathaus und Berliner Straße sind Grundstücke meist schmal geschnitten, dort dominieren kompakte Maße wie 3×3 m oder 4×3 m. In den eingemeindeten Stadtteilen wie Avenwedde, Isselhorst oder Spexard, die seit der kommunalen Neugliederung 1970 zu Gütersloh gehören und deutlich großzügiger bebaut sind, sind dagegen 5×4 m und 6×4 m die häufigere Wahl, weil dort meist genug Gartentiefe für Sitz- und Essbereich zusammen vorhanden ist.

Wie groß darf eine Terrassenüberdachung ohne Baugenehmigung sein?

Terrassenüberdachungen sind in Nordrhein-Westfalen verfahrensfrei, wenn sie höchstens 30 m² Fläche und höchstens 4,50 m Tiefe haben – die großzügigste Tiefen-Regel aller Bundesländer. Verfahrensfrei heißt aber nicht regelfrei: Abstandsflächen (in der Regel 3 m zur Nachbargrenze), Bebauungsplan-Festsetzungen und örtliche Satzungen gelten trotzdem. Alle Standardgrößen bis 7×4 m (28 m²) liegen unter dieser Grenze, ein Bauantrag wird erst ab 8×4 m (32 m²) fällig – unabhängig davon, ob die Terrasse an einem Reihenhaus in der Innenstadt oder einem freistehenden Einfamilienhaus in Friedrichsdorf liegt.

Was kostet eine Terrassenüberdachung mit 6×4 m (24 m²)?

Für 24 m² liegt eine Alu-Terrassenüberdachung mit Stegplatten nach unserem €/m²-Richtwert bei rund 8.400 € bis 15.600 €, mit VSG-Glasdach bei rund 16.800 € bis 36.000 €. Ihren individuellen Richtpreis für Ihr konkretes Grundstück ermitteln Sie in 2 Minuten im Terrassenüberdachung-Konfigurator.

Was kostet eine Terrassenüberdachung mit 8×4 m (32 m²)?

Für 32 m² kostet eine Alu-Terrassenüberdachung mit Stegplatten nach unserem €/m²-Richtwert etwa 11.200 € bis 20.800 €, mit Glasdach etwa 22.400 € bis 48.000 €. Mit 32 m² überschreitet diese Größe die NRW-Verfahrensfreiheitsgrenze von 30 m² – hier ist ein Bauantrag nötig.

Wie groß darf eine Terrassenüberdachung am Altbau- oder Reihenhaus sein?

Meist begrenzt nicht die 30-m²-Fläche das Maß, sondern die schmale Hausbreite und der übliche Grenzabstand von 3 m zur Nachbargrenze. An vielen Reihenhäusern in der Innenstadt und den dichter bebauten Lagen bleibt die Breite deshalb bei rund 3 bis 4 m, während die Tiefe – sofern der Garten dahinter lang genug ist – bis zur 4,50-m-Grenze ausgereizt werden kann.

Was bedeutet Terrassenüberdachung über Eck?

Bei einer Terrassenüberdachung über Eck (L-Form) wird eine durchgehende Dachfläche um zwei winklig zueinander stehende Gebäudeseiten herumgeführt, statt zwei getrennte Flächen zu bauen – zum Beispiel um einen Erker- oder Anbau-Vorsprung. Diese Lösung eignet sich besonders für Eckgrundstücke und winklig geschnittene Häuser, wie sie sowohl in neueren Baugebieten in Friedrichsdorf und Niehorst als auch bei manchen erweiterten Siedlungshäusern in den Stadtteilen vorkommen.

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